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Hautpflege

Diese Übersicht bündelt praxisnahe Empfehlungen für die tägliche Hautpflege: von grundlegenden Pflegeschritten und Anti-Aging-Tipps über die richtige Versorgung kleiner Hautverletzungen und Juckreiz bis hin zu Sonnenschutz, Haar- und Kopfhautpflege sowie Nagelpflege. So erhalten Sie fundiertes, dermatologisch abgesichertes Wissen für den Alltag – kompakt und verständlich aufbereitet.

Diese Empfehlungen ersetzen keine individuelle Hautanalyse. Bei Fragen zu Ihrer Pflegeroutine oder bei Hautveränderungen können Sie auch meine telemedizinische Beratung nutzen – bei akuten Beschwerden, starken Reizungen oder plötzlichen Hautveränderungen empfehlen ich eine umgehende persönliche Vorstellung bei einem Hautarzt.

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Schuppen: Was hilft?

Fachlich geprüft von Katri Hackländer, Fachärztin für Dermatologie, 05.09.2026

Haar- und Kopfhautpflege · Kopfhaut

Schuppen sind sichtbare Hautschüppchen auf der Kopfhaut und im Haar. Die Kopfhaut kann jucken, manchmal auch spannen oder ölig glänzen. Das ist häufig (bei Erwachsenen weit verbreitet), nicht ansteckend und kein Zeichen mangelnder Hygiene – auch wenn unregelmäßiges Waschen die Schüppchen sichtbarer macht. Der Beginn liegt oft in der Pubertät; nach dem 50. Lebensjahr werden Schuppen seltener.

Eine schwerere, gerötete Form mit Entzündung wird als seborrhoisches Ekzem beschrieben. Dann können auch Nasenfalten, Augenbrauen oder die Brust betroffen sein. Trockene Kopfhaut ohne Fettglanz ist etwas anderes: Dort helfen oft milde Pflege und weniger aggressive Tenside, nicht unbedingt ein Antischuppen-Wirkstoff.

Was Sie selbst versuchen können

In Apotheke oder Drogerie gibt es Shampoos mit unterschiedlichen Wirkstoffen, unter anderem Zink-Pyrithion, Ketoconazol, Salicylsäure, Selen­disulfid, Schwefel oder Steinkohlenteer. Sie zielen teils auf Hefepilze der Gattung Malassezia, teils auf das Abschuppen überschüssiger Hornzellen. Britische Patienteninformationen empfehlen, ein solches Mittel bis zu etwa vier Wochen anzuwenden und bei ausbleibender Besserung ein anderes Wirkprinzip zu versuchen. Viele Packungen sehen vor, das Mittel etwa fünf bis zehn Minuten auf der Kopfhaut zu lassen, bevor Sie ausspülen – die jeweilige Beilage nachlesen.

Auftragen vor allem auf die Kopfhaut, nicht nur auf die Haarenden. Feines oder schnell fettendes Haar verträgt oft häufigeres Waschen mit dem Wirkshampoo. Bei lockigem oder krausem Haar das Antischuppen-Mittel gezielt auf die Haut geben (manchmal nur etwa einmal pro Woche), damit die Längen nicht unnötig austrocknen; danach bei Bedarf das gewohnte Pflegeshampoo auf den Längen.

Stress und kalte Jahreszeit können Schuppen verstärken. Beteiligt können Talg, Stoffwechselprodukte von Malassezia und eine individuelle Empfindlichkeit sein. Teerhaltige Mittel können die Lichtempfindlichkeit der Kopfhaut erhöhen; Hut, Schatten und bei Bedarf ein Lichtschutz für die Kopfhaut (Spray oder Puder mit LSF) sind dann umso sinnvoller.

Was Schuppen nicht sind

Kopfhautpilz (tinea capitis) kann gerötete, schuppende Herde und stellenweisen Haarausfall machen, vor allem bei Kindern. Psoriasis der Kopfhaut zeigt oft schärfer begrenzte, silbrig schuppende Plaques. Ein Kontaktekzem auf Haarfarbe, Gel oder Spray juckt und nässt eher dort, wo das Mittel die Haut getroffen hat. Gelbliche Krusten beim Säugling (Gneis) sind ein eigenes Bild.

Wenn Sie unsicher sind, nicht monatelang Mittel wechseln, sondern den Arzt die Kopfhaut ansehen lassen.

Wann Sie ärztlich abklären sollten

Wenn nach mehreren Wochen mit Antischuppen-Shampoo nichts besser wird, die Kopfhaut sehr juckt, rot oder geschwollen ist, schmerzt oder sich schuppende Herde im Gesicht oder am Körper zeigen. Dann sollte ausgeschlossen werden, ob eine behandlungsbedürftige Hauterkrankung vorliegt. Ich stelle das nicht über eine Chatbeschreibung fest. Alltagspflege des Haars: Haarpflege im Alltag. Mehr unter Grenzen der Online-Beratung.

Quellen

Faktenkern, originäre Formulierung. Abruf 01.09.2026.

  1. NHS, „Dandruff“ – nicht ansteckend, Wirkstoffe, vier Wochen, Warnzeichen, Abgrenzung. OGL v3.0. https://www.nhs.uk/conditions/dandruff/
  2. Wikipedia, „Dandruff“ – Häufigkeit, Malassezia, seborrhoisches Ekzem, Wirkstoffklassen, Teer. CC BY-SA. https://en.wikipedia.org/wiki/Dandruff
  3. AAD, treat dandruff – ergänzend: Einwirkzeit, Schwefel, Waschhäufigkeit nach Haarstruktur, Lichtschutz bei Teer. https://www.aad.org/public/everyday-care/hair-scalp-care/scalp/treat-dandruff